Satellitenantennen empfangen oder senden elektromagnetische Wellen in Richtung eines Satelliten. Bei einer Parabolantenne bilden Reflektor und Speisung gemeinsam eine gerichtete Apertur. LNB, Empfänger und Modem übernehmen andere Funktionen; der Spiegel allein erzeugt weder Bilder noch Internetzugang.
Die wichtigsten Funktionen
| Element | Aufgabe |
|---|---|
| Reflektor | Formt Apertur und Diagramm mit. |
| Feed oder Horn | Koppelt das Feld an den RF-Pfad. |
| LNB | Verstärkt rauscharm und setzt auf Zwischenfrequenz um. |
| Empfänger oder Modem | Demoduliert und verarbeitet kompatible Signale. |
| Sendekette | Erzeugt und verstärkt den Uplink, falls vorgesehen. |
Manche Geräte integrieren Feed und LNB, andere trennen Horn, Polarisator, OMT und Elektronik. Ein TV-LNB beweist keine vorhandene Sendekette.
Empfang und Übertragung am Reflektor
Beim Empfang lenkt der Spiegel das Feld aus der Zielrichtung zum Feed. Beim Senden beleuchtet der Feed den Spiegel und die Kombination bildet den Strahl. Position und Diagramm beeinflussen Gewinn, Nebenkeulen und Polarisation.
Ein Offsetreflektor hält den Feed aus einem großen Teil der projizierten Apertur heraus. Die Flächenneigung entspricht nicht direkt der Elevation des Strahls. Nutzen Sie die Referenzen des Aufbaus.
Durchmesser und Gewinn
Für eine Kreisapertur gilt G = η(πD/λ)², mit Durchmesser D, Wellenlänge λ in derselben Einheit und Apertureffizienz η. In dBi ist der Gewinn 10 log10 G.
Bei D = 3 m, f = 12 GHz und η = 0,60 ergeben sich etwa 49,3 dBi. Das ist eine Rechnung unter Annahmen, kein Produktmesswert. Eine Drei-Meter-Schüssel hat nicht automatisch 40 dBi.
Eine größere Apertur kann den Strahl verengen und genauere Ausrichtung verlangen. Die elektronische Verstärkung des LNB ersetzt keine richtig ausgeleuchtete Apertur.
Band, Polarisation und LNB-Versorgung
Wählen Sie RF-Band, Polarisation, lokalen Oszillator und Steuerung passend zum Dienst. Bei vielen Ku-TV-Anlagen mit Universal-LNB schalten nominale 13/18 V die Polarisation und ein 22-kHz-Ton die Teilbandwahl.
Das ist kein allgemeines Schema aller Anlagen. Gemeinschaftsverteilungen und andere LNB können anders arbeiten. Prüfen Sie Modell, Transponder, Kabel und Empfängerkonfiguration. Bei linearer Polarisation gehört die LNB-Drehung zur Einstellung.
Feste Himmelsrichtung oder Nachführung
Ein geostationärer Satellit ermöglicht von einer festen Bodenstation eine stabile Richtung. Bahnhöhe und tatsächliche schräge Entfernung sind nicht für jeden Standort gleich.
LEO-Satelliten ändern ihre scheinbare Richtung und erfordern Nachführung und entsprechende Verbindungswechsel. Mechanische, elektronische und hybride Verfahren sind möglich.
Ein planares Array steuert mehrere Elemente zur Strahlformung. Es arbeitet nicht einfach wie eine kleinere Parabolfläche.
TV und Internet sind verschiedene Ketten
Gewöhnlicher TV-Empfang ist meist einseitig. Bidirektionales Internet braucht einen kompatiblen Sender, ein Modem und einen eingerichteten Dienst. Ein Router am LNB schafft keinen Uplink.
WLAN verteilt die Verbindung im Haus. Seine Bänder und Abdeckungsprobleme sind von der Satellitenstrecke zu trennen. Eine Satellitenantenne leitet auch nicht automatisch ein GSM-Signal ins Haus.
Wenn der Empfang fehlt
Prüfen Sie Satellit, Transponder, Sicht und Richtung, dann Stromversorgung, Kabel und LNB-Parameter. Bewerten Sie Qualität und Fehler statt nur Pegel. Starker Regen kann die Reserve verringern; Wasser im Anschluss oder eine verrutschte Halterung können ebenfalls Ausfälle erklären.
Die Beziehung zwischen Apertur und Gewinn erläutert Antenna-Theory. Definieren Sie Band, Polarisation, Montage und Sende-/Empfangsfunktion für den Vergleich von Dolph Microwave SATCOM-Antennen.