Eine Doppelsteg-Hornantenne, auch Double-Ridged Horn, enthält zwei gegenüberliegende Metallstege im Übergang zur Apertur. Stegprofil, Spalt und Speisung beeinflussen Moden und Anpassung. Sie besteht nicht einfach aus zwei übereinanderliegenden unabhängigen Rechteckhohlleitern.
Wirkung der Stege
Ridged bezeichnet Stege; rigid bedeutet dagegen starr. Zwischen den Stegen kann sich das elektrische Feld konzentrieren. Der veränderte Querschnitt beeinflusst die Grenzfrequenzen.
Horn- und Stegprofil formen das Feld zur Öffnung. Die passive Metallstruktur erzeugt keine zusätzliche RF-Leistung wie ein gespeister Verstärker.
Bandbreite gehört zum konkreten Modell
Die Bauweise eignet sich für breitbandige Entwürfe. Sie bedeutet jedoch nicht, dass jedes Doppelsteghorn 5–40 GHz oder 8–40 GHz abdeckt. Das gesamte Intervall 8–40 GHz nur X/Ku zu nennen ist ebenfalls ungenau.
ETS-Lindgren gibt für das Modell 3115 einen Kalibrierbereich von 750 MHz–18 GHz an. Dies beschreibt dieses Modell und keine allgemeine Grenze aller Doppelsteghörner.
Benötigen Sie tiefere Frequenzen, prüfen Sie Modell, Abmessungen und garantierte Daten. Der Bauartname erweitert den nutzbaren Bereich einer einzelnen Antenne nicht.
Anpassung und Strahlung getrennt bewerten
Vergleichen Sie Gewinn, E-/H-Diagramme, Nebenkeulen und mögliche Aufspaltung des Maximums über die Frequenz. Wenig Reflexion garantiert nicht das gewünschte Feld in jeder Richtung.
Bei VSWR 2:1 ist |Γ| = 1/3; etwa 11,1% der einfallenden Leistung werden reflektiert. Der Rest wird nicht zwangsläufig vollständig zum Ziel abgestrahlt. Leitverluste und räumliche Verteilung sind weitere Größen.
10–15 dBi, Kreuzpolarisation unter −30 dB und VSWR unter 1,2 sind keine gemeinsamen Merkmale aller Produkte. Benötigt werden Kurven mit definierten Ebenen und Bedingungen.
Zwei Stege bedeuten nicht zwei Polarisationen
Eine übliche Doppelstegkonfiguration arbeitet mit einer linearen Polarisation. Die Stege sind nicht automatisch unabhängige Messports.
Für zwei orthogonale Polarisationen prüfen Sie Struktur, Speisung und Ports. Koaxialanschluss, Einkopplung und Rückraum beeinflussen ebenfalls die Anpassung.
EMV- und Antennenmessungen
Zur Feldbestimmung aus einer Empfangsspannung benötigen Sie kalibrierten Antennenfaktor, Kabelkorrektur und die Bedingungen des Verfahrens. Im Sendefall zählen Leistung, Gewinn, Abstand und Charakterisierung des Aufbaus.
Ein breiter Strahl erzeugt nicht automatisch ein gleichmäßiges Feld über das ganze Prüfobjekt. Reflexionen, Orientierung und Feldgleichförmigkeit werden nach der Messaufgabe bewertet.
Leistung und mechanische Bedingungen
Im engen Spalt und bei der Speisung können hohe Felder entstehen. Geben Sie mittlere und Spitzenleistung, Pulse, Druck und Temperatur an. Eine Kleinsignal-S11-Messung bestätigt keine thermische Belastbarkeit oder Durchschlagsfestigkeit.
±0,1 mm ist keine gemeinsame Toleranz aller Frequenzen und Abmessungen. Stege ohne Entwurf zu verändern kann das Feld verschlechtern. Beschichtung, Radom und Befestigung gehören zum realen Modell.
Unterlagen für die Auswahl
| Bereich | Angaben |
|---|---|
| Band | Betriebs- und Kalibrierbereich. |
| Strahlung | Gewinn, Diagramme und Polarisation. |
| Anschluss | Schnittstelle und Kabelstütze. |
| Messung | Antennenfaktor und Unsicherheit. |
| Betrieb | Leistung und Umgebung. |
Quellen: ETS-Lindgren 3115 und Hornantennenprinzipien. Ein Stegfilter selektiert Frequenzen und erfüllt eine andere Funktion.