Die Montage eines Magic Tee erfordert Portidentifikation, saubere Schnittstellen, Ausrichtung, Befestigung und Prüfung der Vierportfunktion. Es ist ein 180°-Hybrid im Hohlleiter, kein einfacher Dreiwegverbinder. Toleranzen und Drehmomente stammen aus der Zeichnung des Modells.
Schritt 1. Ports und Hilfsmittel bestimmen
Identifizieren Sie Summenport Σ, gewöhnlich dem H-Arm zugeordnet, Differenzport Δ, gewöhnlich dem E-Arm zugeordnet, und die beiden kollinearen Ports. Die Nummerierung ist herstellerabhängig.
Im Idealmodell verteilt der Summeneingang Leistung gleichphasig auf die kollinearen Ports, der Differenzeingang gegenphasig. Summe und Differenz sind ideal isoliert; auch die Isolation der kollinearen Ports wird mit der tatsächlichen Spezifikation verglichen.
Ein Doppelrichtkoppler zum getrennten Abtasten zweier Ausbreitungsrichtungen ist nicht einfach ein anderer Name für diese 180°-Hybridfunktion. Prüfen Sie Schaltung und Portzweck vor der Auswahl.
Bereiten Sie Zeichnung, Montagehilfen, geeignetes Drehmomentwerkzeug sowie VNA-System, Standards und Lasten vor. WR-90 legt kein gemeinsames Drehmoment für jede Flanschausführung fest.
Schritt 2. Oberflächen prüfen und vorbereiten
Kontrollieren Sie Öffnungen, Kontaktflächen, Stifte, Bohrungen und vorgesehene Dichtungen. Ein geeignetes Lineal kann geometrisch helfen, ersetzt aber nicht automatisch die Messung kritischer Toleranzen.
Entfernen Sie Verunreinigungen mit einem für Metalle, Beschichtungen und Isolatoren geeigneten Verfahren. Fügen Sie keine allgemeine 0,1-mm-Schicht leitfähigen Epoxids hinzu: Sie kann Kontakt und RF-Geometrie verändern.
Schützen Sie offene Querschnitte während der Arbeit. Verstellen Sie keine inneren Abstimmelemente, als wären sie gewöhnliche Befestigungen.
Schritt 3. Ausrichten und unterstützen
Führen Sie die Sektionen ohne Zwang zusammen und prüfen Sie Orientierung und Bezüge. Der Halter muss angeschlossene Massen tragen; die Flansche des Magic Tee sollen keinen mechanisch versetzten Pfad zurechtziehen.
0,002 Zoll oder Laserausrichtung sind keine Anforderungen für alle Bauteile. Nutzen Sie das Prüfverfahren der Zeichnung für die tatsächliche Frequenz und Struktur.
Schritt 4. Befestigen und Ports abschließen
Verwenden Sie vorgeschriebene Reihenfolge, Befestigungsmittel und Momente. Übermäßiger Anzug kann Flächen verformen statt die Anpassung zu verbessern. Gasdichtheit verlangt eine eigene Prüfung, getrennt von RF.
Schließen Sie ungenutzte Ports mit Lasten ab, die Betrieb und Test entsprechen. Ein ideal isolierter Port kann bei ungleichen Eingangssignalen oder Reflexionen erhebliche Leistung aufnehmen.
Ein Isolator wird aus Architektur und Quellengrenzen abgeleitet, nicht aus einer universellen 5-kW-Schwelle. Lasten, Fenster und Kühlung sind ebenfalls zu dimensionieren.
Schritt 5. Amplitude, Phase und Isolation prüfen
Kalibrieren Sie bis zu geeigneten Ebenen. Mit einem Zweitor-VNA messen Sie die benötigten Kombinationen, schließen die anderen Ports ab und kontrollieren die Wiederholbarkeit beim Umstecken. S21 erhält seine Bedeutung erst nach Definition der Ports 1 und 2.
Messen Sie Anpassung, Übertragung, Amplitudenbalance, Phasendifferenz und Isolation über das gesamte Band. Bei WR-90 ist 8,2–12,4 GHz üblich, das konkrete Produkt kann einen Teilbereich angeben.
Ideale Gleichteilung entspricht ungefähr 3,01 dB je Ausgang. Dies ist Leistungsverteilung, nicht zwingend Wärme. Reale Zusatzverluste kommen entsprechend der Datenblattdefinition hinzu.
Phasenvergleiche brauchen konsistente Pfadreferenzen. Unterschiedliche Adapter oder Längen können als Bauteilunsymmetrie erscheinen.
Summe und Differenz bei umgekehrtem Betrieb
Zwei gleiche kohärente Eingänge an den kollinearen Ports addieren sich ideal gleichphasig auf Σ, gegenphasig auf Δ. Das Ergebnis hängt von Amplitude und Phase ab, nicht nur von der Summe der Senderwatt.
Ein kleiner VNA-Pegel zertifiziert nicht die ganze Betriebsleistung. Leistungs- und Umwelttests erhalten eigene Bedingungen, Sensoren und Kriterien. Nicht jede Balancemessung benötigt 10 W.
Prüfbericht
Bewahren Sie Modell, Portplan, Band, Lasten, Ebenen, Kalibrierung und Ergebnisse auf. Vergleichen Sie mit angegebenen Grenzen statt mit allgemeinen 30 dB Isolation für jedes Modell.
Quellen: Funktion und Konventionen des Magic Tee und TRL-Kalibrierung im Hohlleiter.