An einem Hohlleiterflansch zählen vorgesehene Befestigung, Ausrichtung und stabiler Kontakt. Die Bezeichnung Hohlleiterschraube beweist keine Überlegenheit gegenüber einem Bolzen. Schrauben im Innengewinde und Verbindungen mit Mutter werden nach Zeichnung und Aufbau gewählt.
Der Flansch bestimmt die Verbindung
Ein Gewinde im Körper und eine Durchgangsbohrung mit Mutter benötigen andere Zugänglichkeit und Lastpfade. Bei scheinbar gleichem Durchmesser können Steigung, Länge, Kopf und Werkstoff abweichen.
Ein Gewindeprofilwinkel von 60° bezeichnet kein konisches Dichtgewinde. Er vergrößert auch nicht automatisch die Flanschkontaktfläche um Faktor sieben oder dichtet allein die Baugruppe ab.
Wirkung auf die RF
Die Befestigung erhält Lage und Kontakt. Spalt, Stufe, Verformung oder mangelhafte Berührung können Reflexion und Leckage verändern. Allein ein Schraubenname reduziert Leckage nicht generell um 90%.
Unterscheiden Sie Zentrierstifte und Bezugsflächen von der Vorspannfunktion. Schwere versetzte Abschnitte durch Schrauben zusammenzuziehen kann unerwünschte Lasten erzeugen.
Dichtheit beruht auf Konstruktion und Dichtungen. Elektrischer Durchgang ersetzt keine Leckprüfung.
Drehmoment und Vorspannung
In T ≈ KFd ist T das Moment, F die Axialkraft, d der Nenndurchmesser und K ein reibungsabhängiger Faktor. Materialien, Oberflächen, Schmierung und Auflage bestimmen ihn; er ist keine universelle Konstante.
Dasselbe Moment kann bei anderer Schmierung eine andere Kraft erzeugen. Ergänzen Sie nicht beliebige Schmier- oder Sicherungsmittel unter unveränderter Annahme des Trockenmoments.
Das NASA Fastener Design Manual, RP-1228 behandelt Reibung, Beschichtung, Schmierung, Vorspannung und thermische Lasten. Es legt kein gemeinsames Moment für sämtliche RF-Flansche fest.
Werkstoff, Länge und Oberfläche
Prüfen Sie Festigkeit, Korrosion, Metallpaarungen und Ausdehnung. Eine zu lange Schraube kann im Loch aufsetzen: Das Moment steigt, ohne den nötigen Flächenkontakt herzustellen. Eine zu kurze kann unzureichend im Gewinde greifen.
Scheiben, Einsätze und Sicherung müssen zur Verbindung passen. Edelstahl ist nicht automatisch für jede Vakuum-, Temperatur- oder Reibungsbedingung geeignet.
Eine beliebige Reparaturbeschichtung auf einem RF-Kontakt verändert dessen elektrischen Zustand. Identifizieren Sie Schaden und zulässiges Verfahren zuerst.
Montagefolge
- Flansche, Befestigung, Länge und Steigung vergleichen.
- Kontakte und Gewinde nach Vorgabe inspizieren und reinigen.
- Stützen und Stifte ohne Zwang ausrichten.
- Mit geeigneter Werkzeugart, Stufen und Reihenfolge anziehen.
- Verbindung sowie erforderliche RF- und Dichtprüfungen dokumentieren.
Schlagschrauber oder fortlaufendes Anziehen im Uhrzeigersinn sind nicht automatisch passend für Präzisionsflansche. Das Auslösen eines Drehmomentschlüssels ist nur bei richtiger Einstellung und Kalibrierung aussagekräftig.
Zahlen richtig interpretieren
Bei 94 GHz beträgt die freie Wellenlänge etwa 3,19 mm. Eine Verformung von 0,15 mm entspricht ungefähr 0,047λ, nicht drei Wellenlängen. Die Wirkung hängt von Ort, Mode und Geometrie ab.
Eine Verbesserung des Return Loss von 18 auf 32 dB bedeutet nicht 14 dB mehr SNR. Die reflektierten Leistungen betragen etwa 1,58% und 0,063%; Rauschen und weitere Verluste sind gesondert zu betrachten.
Änderung bestätigen
Neben den Maßen prüfen Sie Kraft, Oberflächen, Umgebung und Wiederholmontage. Vergleichen Sie kalibrierte S-Parameter sowie die erforderlichen mechanischen und Dichtwerte vor und nach dem Wechsel.
Verwenden Sie die EIA-/IEC-Flanschinformationen zusammen mit dem tatsächlichen Plan. Zeitersparnis und Leckagereduktion müssen sich auf einen gemessenen Aufbau beziehen.