UHF-Hörner können als Richtantennen, Reflektorspeisungen oder Messantennen dienen. Dass sie sämtliche Rundfunksysteme dominieren, ist durch die angeführten Grundlagen nicht belegt. Entscheidend sind Band, Apertur, Diagramm und Aufgabe im Netz.
UHF bezeichnet nicht nur Fernsehen
Die übliche UHF-Einteilung umfasst 300 MHz bis 3 GHz, entsprechend etwa 1 m bis 10 cm Freiraumwellenlänge. Terrestrisches Fernsehen nutzt davon einen Teil, abhängig von Land und aktuellem Kanalplan.
470–860 MHz stehen nicht weltweit einheitlich für Fernsehen bereit. FM-Rundfunk um 100 MHz gehört dagegen zum VHF-Bereich. Dienst, Frequenzband und Antennenform sind getrennt zu betrachten.
Die Aufgabe eines Horns
Ein Horn erweitert eine geführte Struktur zu einer strahlenden Öffnung. Form, Speisung und Moden bestimmen Amplitude und Phase in der Apertur und damit das räumliche Diagramm.
Direkte Abstrahlung und Beleuchtung eines Reflektors haben unterschiedliche Anforderungen. Wenn eine Satellitenverbindung Fernsehprogramme transportiert, ist ihr Feed nicht automatisch die terrestrische Sendeantenne für die Haushalte vor Ort.
Hoher Gewinn benötigt passende Apertur
Für eine Aperturantenne gilt näherungsweise G ≈ ηap4πA/λ². Unter den Annahmen 600 MHz, Apertureffizienz 0,60 und Zielgewinn 25 dBi ergibt sich etwa 10,5 m² Fläche, bei einem Quadrat etwa 3,24 m Seitenlänge.
Das ist kein Fertigungsplan. Länge, Aperturphase und Speisung sind noch zu entwerfen. Die Rechnung zeigt aber, warum nicht jedes kleine UHF-Horn mit 25 dBi beschrieben werden kann.
Ein enger Strahl kann einer festen Punkt-zu-Punkt-Verbindung helfen. Für flächige Versorgung rund um einen Sender sind geeignete horizontale und vertikale Diagramme erforderlich. Panels, Dipole, Schlitze oder Arrays können andere Anforderungen erfüllen.
Band und Polarisation prüfen
Breitbandige gerippte Hörner und Hörner mit konventionellem Hohlleitereingang haben unterschiedliche Grenzen. Prüfen Sie Anpassung, Gewinn, Keulen und Polarisation an den Bandrändern statt nur VSWR in Bandmitte.
Eine runde Öffnung erzeugt nicht automatisch zirkulare Polarisation; Komponenten und relative Phase müssen passen. Achsenverhältnis und Isolation zwischen Polarisationsports sind unterschiedliche Größen.
Aus 30 dB Kreuzpolarisationsunterdrückung bei linearer Polarisation folgt nicht unmittelbar ein zirkulares Achsenverhältnis unter 3 dB. Geben Sie Bezug und Messrichtung an.
Gebäude und Regen
Niedrigere Frequenzen verändern Beugung und Durchdringung. Wandmaterial, Dicke, Bewehrung, Glas und Einfallswinkel bleiben relevant. UHF garantiert keine Übertragung durch jedes Gebäude.
dBm bezeichnet Empfangsleistung und nicht direkt Feldstärke in V/m. Eine Umrechnung benötigt einen definierten Messaufbau und passende Antennenfaktoren.
Bewerten Sie Regen anhand tatsächlicher Frequenz, Weglänge und Reserve. Der Name UHF garantiert keine 15 Minuten längere Verbindung. Ein Feedwechsel allein macht aus einem C- oder Ku-Band-Satellitennetz kein UHF-Netz.
Leistung und Montage
Belastbarkeit hängt von Speisung, lokalen Feldern, Wärme, Material und Umgebung ab. Ein Durchmesser von 1,2 m allein bestätigt keine mittlere Leistung von 50 kW.
Berücksichtigen Sie Tragwerk, Wind, Kabel und Wartungszugang. Das Horn allein garantiert unter starkem Wind weder 0,15° Richtungsfehler noch eine bestimmte Lebensdauer.
Nach Verwendung vergleichen
| Verwendung | Prioritäten |
|---|---|
| Messung | Kalibrierung, Polarisation und Unsicherheit. |
| Richtverbindung | Gewinn, Richtung und Linkbudget. |
| Reflektorfeed | Beleuchtung und Phasenzentrum. |
| Rundfunkgebiet | Abdeckung des ganzen Systems. |
Quellen sind ITU-R V.431 zur Frequenzeinteilung und die Grundlagen der Hornantenne. Diese Grundlagen belegen keine Marktanteile oder konkreten Einsätze in einem bestimmten Sendernetz.