Starre Hohlleiter werden nach freigegebener Zeichnung, passender Flanschschnittstelle und definierter RF-Prüfung montiert. Eine Toleranz von 0,05 mm oder ein Drehmoment von 0,9–1,2 N·m gilt nicht für alle Verbindungen. Länge, Unterstützung und Ausdehnung gehören zum Aufbau.
1. Strecke und Schnittstellen festlegen
Prüfen Sie Frequenzband, Querschnitt, Mode, Verlauf und Bezugsflächen. Kontrollieren Sie Stückliste und Zeichnungsstand. Die WR-Bezeichnung bestimmt nicht allein Flansch, Bohrungen oder Dichtung.
Ein gemeinsamer Sweep von 2 bis 40 GHz eignet sich nicht für beliebige Hohlleiter. WR-90 besitzt beispielsweise eine TE10-Grenzfrequenz von etwa 6,56 GHz und einen üblichen Nutzbereich von 8,2–12,4 GHz.
2. Längen und Bearbeitung prüfen
Messen Sie zwischen den vorgesehenen Anschlussflächen unter Berücksichtigung von Übergängen, Dichtungen und Einbauraum. Es gibt keine allgemeine Zuschnittzugabe von 10–15 mm.
Eine fertige beschichtete oder dicht qualifizierte Baugruppe darf nicht ohne passende Bearbeitungsfreigabe gekürzt werden. Beim vorgesehenen Zuschnitt müssen Maßhaltigkeit, Entgraten, Innenflächen und anschließende Reinigung zusammenpassen.
Gerader Schnitt allein bestätigt weder elektrische Länge noch Druckdichtheit. Prüfen Sie die bearbeiteten Merkmale nach Zeichnung.
3. Unterstützen und Ausdehnung ermöglichen
Ordnen Sie Halter nach Masse, Länge, Schwingung und Umgebung an. Vermeiden Sie dauerhafte Biegespannung an den Flanschen. Alle 1,5–2,5 m ist kein universeller Stützabstand.
Ein Außenabstand von zweimal der Innenbreite ist ebenfalls keine allgemeine Modenregel für einen geschlossenen Metallhohlleiter. Zugänglichkeit, Kühlung und mechanische Abstände müssen zum System passen.
Für einen angenommenen 1-m-Weg mit α = 23×10−6/K und 50 K Temperaturänderung ist ΔL = αLΔT ≈ 1,15 mm. Eine konstruktive Bewegungsaufnahme ist sinnvoller als pauschales Vorkühlen auf −10°C.
4. Flanschflächen ausrichten
Prüfen Sie Sauberkeit, Beschädigung, Ebenheit, Passstifte und Öffnung. Bringen Sie die Flächen ohne erzwungenes Heranziehen zusammen. Schrauben sind kein Ersatz für eine korrekt ausgerichtete Trasse.
Eine Abweichung von 0,5 mm führt nicht bei jeder Frequenz und Struktur zu genau 3 dB Verlust. Toleranzen ergeben sich aus Schnittstelle, RF-Empfindlichkeit und Herstellung.
5. Vorgesehene Dichtungen und Befestiger verwenden
Material, Länge, Reihenfolge und Drehmoment stammen aus der Montagevorgabe. Berylliumkupfer oder Titan sind keine Pflicht für jede Schraube. Beachten Sie auch wiederverwendbare und zu ersetzende Dichtelemente.
Silberhaltiges Fett gehört nicht automatisch auf jede Kontaktfläche. Schmier- und Dichtmittel können RF- und Oberflächeneigenschaften verändern. Insbesondere Choke-Nuten dürfen nicht beliebig ausgefüllt werden.
6. Dichtheit und elektrische Verbindung getrennt prüfen
Bei Druck- oder Vakuumanforderungen werden Methode, Druck, Gas und zulässige Leckrate festgelegt. Ein einziger Helium-Grenzwert gilt nicht für alle Leitungen.
Eine Gleichstrom-Durchgangsprüfung ersetzt weder RF-Messung noch Lecktest. Auch ein guter S11-Wert bestätigt keine gasdichte Verbindung.
7. RF-Abnahme und Dokumentation
Kalibrieren Sie das VNA an definierten Ebenen und messen Sie Reflexion und Transmission in der vorgesehenen Bandbreite. Berücksichtigen Sie Adapter, Wiederanschließen und Unsicherheit. Hochleistungsanforderungen benötigen gesonderte Nachweise.
Dokumentieren Sie Bauteile, Orientierung, Anzugsvorgaben, Unterstützung und Messdaten. Bei Änderungen am Weg ist die betreffende Gesamtstrecke erneut zu bewerten.
Als Grundlagen dienen Hohlleitergleichungen und die Dolph-Microwave-Flanschinformationen. Endgültige Maße und Montagegrenzen müssen zum freigegebenen Aufbau gehören.