Vor einem Vergleich von Horn- und Kegelantennen muss „konisch“ präzisiert werden. Ein konisches Horn ist eine Unterart der Hornantenne. Bikonus und Discone sind andere Strukturen. Eine Kegelform bestimmt weder Bandbreite noch Rundstrahlcharakter allein.
Bezeichnungen auseinanderhalten
| Typ | Struktur | Hinweis |
|---|---|---|
| Pyramidenhorn | Rechteckquerschnitt in zwei Ebenen erweitert. | E- und H-Diagramm können abweichen. |
| Konisches Horn | Kreisquerschnitt zur Apertur erweitert. | Üblicherweise gerichtete Abstrahlung. |
| Bikonus | Gegenüberliegende konische Leiter. | Andere Ströme und Speisung. |
| Discone | Scheibe mit konischem Leiter. | Kein anderer Name für das konische Horn. |
1. Apertur und Speisung
Im Pyramidenhorn speisen die Moden des rechteckigen Abschnitts das Feld der erweiterten Apertur. Das konische Horn verwendet einen kreisförmigen Querschnitt mit passenden Moden.
In beiden Fällen sind Übergang, Amplitudenverteilung und Phase relevant. Bikonus und Discone werden über ihre Leiterströme und Speisung bewertet. Ähnliche Außenkonturen beweisen keine gemeinsame Flanschschnittstelle.
Ein geschlossener Hohlleiter überträgt entlang einer Struktur. Ein Horn bildet eine strahlende Öffnung; beide Begriffe sind nicht austauschbar.
2. Gewinn und Strahlbreite
Ein Horn konzentriert die Hauptstrahlung normalerweise nach vorn. Gleiche Aperturfläche kann wegen unterschiedlicher Feldverteilung unterschiedlichen Gewinn liefern. Eine runde Öffnung macht das Horn nicht zum Rundstrahler.
G ≈ 4πηA/λ² benötigt die passende Apertureffizienz. Nicht jedes Horn liegt zwischen 10 und 20 dBi. Prüfen Sie Kurven bei den wirklichen Frequenzen.
Gleichmäßige Antwort im Azimut ist außerdem nicht gleich einer überall gleichmäßigen Kugelstrahlung. Der benötigte Abdeckungsbereich muss vor dem Typvergleich feststehen.
3. Polarisation und Symmetrie
Eine Kreisöffnung erzeugt nicht automatisch zirkulare Polarisation. Orthogonale Komponenten benötigen passende Amplituden und Phasen, unter Einbeziehung von Erregung und gegebenenfalls Polarisator.
Manche gerillten Hörner nutzen geeignete Randbedingungen und hybride Moden für symmetrische Strahlen und niedrige Kreuzpolarisation. HE11 ist keine automatische Eigenschaft jedes glatten Kegels.
Ein Pyramidenhorn kann für lineare Polarisation und Messungen geeignet sein. Die Auswahl folgt gemessenen Komponenten und Diagrammen statt einer allgemeinen Überlegenheit einer Form.
4. Band der gesamten Konstruktion
Eine Standardhohlleiterspeisung hat Moden- und Bandgrenzen. Hörner mit Stegen verwenden andere Lösungen für große Bandbreiten. Die Aussage „Horn schmalbandig, konisch immer 1–18 GHz“ ist falsch.
WR-42 wird üblicherweise für 18–26,5 GHz genutzt. Die Bezeichnung bestätigt nicht den ganzen Bereich 26,5–40 GHz. Entscheidend ist die Spezifikation der fertigen Baugruppe.
Neben VSWR sind Gewinn, Nebenkeulen, Polarisation und Phasenzentrum zu prüfen. Gute Anpassung kann mit einem für die Aufgabe unpassenden Diagramm einhergehen.
5. Montage, Messung und Kosten
Eine Messreferenz braucht kalibrierte Daten, passende Polarisation und Geometrie. Ein Reflektor-Feed muss Randbeleuchtung, Spillover und Phasenzentrum zum Spiegel liefern.
Wind, Halterung, Material und Temperatur werden an der tatsächlichen Konstruktion beurteilt. Die Form legt keinen universellen Preis, Wärmeausdehnungskoeffizienten oder Windgrenzwert fest.
Vergleichen Sie Angebote einschließlich Schnittstellen, Kalibrierung und verlangter Prüfungen. Eine Messantenne wird nicht allein nach ihrem Metallwert bewertet.
Vor der Auswahl dokumentieren
- Genaue konische Struktur und Zeichnung.
- Band, Mode und Eingangsschnittstelle.
- Gewinn, Strahlbreite, Nebenkeulen und Polarisation.
- Phasenzentrum und Einbaubedingungen.
- Kalibrierung, Umgebung und Abnahmekriterien.
Bei 94 GHz beträgt ein Viertel der freien Wellenlänge etwa 0,80 mm, nicht 1,7 mm. Frequenz und Medium müssen zu jeder Angabe als Wellenlängenanteil gehören.
Die Horn-Grundlagen erläutern das Prinzip. Vergleichen Sie Dolph-Microwave-SATCOM-Antennen nach Funktion und vollständiger Spezifikation.