Low-PIM-Antennen sind auf geringe passive Intermodulation ausgelegt und geprüft. Im Stadion muss man Mobilfunk-DAS und WLAN trennen und untersuchen, ob Mischprodukte in ein Empfangsband fallen. Low PIM allein garantiert weder Nutzerzahl noch Nulllatenz oder fünf wartungsfreie Jahre.
Wann PIM entsteht
Mehrere starke RF-Signale können sich an nichtlinearen Stellen wie lockeren Kontakten, Korrosion oder geeigneten Materialkombinationen mischen. Produkte dritter Ordnung zweier Signale sind etwa 2f1−f2 und 2f2−f1.
Für die Rechenwerte 1930 und 1990 MHz ergeben sich 1870 und 2050 MHz. Ob diese stören, hängt von Empfangsbändern, Filtern und Kopplung ab. Das Beispiel ist keine Betriebsfrequenzvorgabe.
Nicht jede WLAN-Kanalkonkurrenz oder Wiederholung wird durch PIM verursacht. Portisolation und S11 sind ebenfalls eigene Kennwerte.
1. Empfängerbeeinträchtigung unter passenden Bedingungen reduzieren
Fällt ein Mischprodukt ins Empfangsband, kann eine kleinere Entstehungsquelle die Störung verringern. Identifizieren Sie beteiligte Sendesignale und Bauteile.
Verbesserungsraten aus leistungsstarken Mehrträger-Mobilfunkanlagen gelten nicht automatisch für jeden WLAN-AP. Bänder, Leistungen und Sende-/Empfangsarchitekturen unterscheiden sich.
2. Koexistenz mehrerer Systeme bewerten
Ein Stadion kann DAS, WLAN und weitere Funkanlagen enthalten. Ordnen Sie Frequenzpläne und gleichzeitig vorhandene Signale zu.
Low-PIM-Komponenten unterstützen die erforderliche Linearität, beheben aber keine Körperabschattung, Gleichkanalkonkurrenz oder fehlende Backhaul-Kapazität.
3. Installationsqualität ergänzend prüfen
Schmutz, lockere Kontakte, Korrosion und ungeeignete Montage können PIM erzeugen. Eine passende Messung zeigt Nichtlinearitäten, die eine Reflexionsmessung allein nicht erfasst.
Ein bestandener PIM-Test garantiert dennoch keine guten Einfüge- oder Rückflussdämpfungen. Prüfungen ergänzen sich. Nutzen Sie vorgeschriebene Anzugsmomente statt maximaler Kraft.
4. Änderungen bei der Wartung vergleichen
Bewahren Sie Frequenzen, Leistungen, Pfade und Ergebnisse der Installation auf. Dann lassen sich spätere Änderungen vergleichen. Kontaktfehler unter Wind oder Temperatur können definierte dynamische Tests erfordern.
Auch Metall außerhalb der Antenne kann Quelle sein. Das Low-PIM-Etikett der Antenne bestätigt nicht automatisch Kabel, Umgebung und komplette Anlage.
5. Angaben unter gleichen Bedingungen lesen
dBm ist Leistung bezogen auf 1 mW; dBc ist ein Verhältnis zu einem definierten Träger. Bei jeweils +43 dBm pro Ton entsprechen −160 dBc bezogen auf einen Ton einem Produkt von −117 dBm.
Ändern Sie die Referenz nicht stillschweigend zur Summe beider Töne. Frequenz, Leistung pro Ton, Produktordnung, Messrichtung und Lasten müssen vergleichbar sein.
Ein Ergebnis bei kleinerer Prüfleistung lässt sich nicht allgemein auf den Betrieb hochrechnen. Berücksichtigen Sie Rest-PIM des Prüfgeräts und Umgebungseinflüsse.
Was zusätzlich zum Stadion-WLAN gehört
| Faktor | Kontrolle |
|---|---|
| Funkressourcen | Kanäle, Wiederverwendung und Konkurrenz. |
| Versorgung | Diagramme und Abschattung durch Zuschauer. |
| AP und Endgeräte | Reale Last, Wiederholungen und Verbindung. |
| Kabelnetz | Kapazität und Verarbeitungszeit. |
| PIM | Entstehungspfad und Empfangsband. |
Ein Reflektor verändert Diagramm und Versorgung, reduziert aber nicht automatisch PIM. Prüfen Sie nach Änderungen Anpassung, unerwünschte Kopplung und Montage.
Die PIM-Erklärung von Anritsu erläutert Empfängerwirkungen und den Unterschied zur Reflexionsprüfung. Übertragen Sie Mobilfunkbeispiele nicht in pauschale WLAN-Kapazitätsgewinne, sondern prüfen Sie die tatsächliche Belastung am Standort.