Eine GSM-Antenne bedient den Funkzugang eines GSM-Mobilfunksystems; eine Richtfunkantenne verbindet häufig zwei feste Standorte. Die drei wesentlichen Unterschiede sind Funktion und Frequenzen, Diagramm und Installation. Mikrowellen sind ebenfalls Funkwellen, und GSM-Frequenzen überschneiden sich mit manchen Definitionen des Mikrowellenbereichs.
1. Mobilfunkzugang und Standortverbindung
GSM bezeichnet eine Mobilfunktechnik der zweiten Generation einschließlich ihrer Datenweiterentwicklungen. Es ist kein Sammelname für jede 3G-, LTE- oder 5G-Technik. GPRS nutzt GSM-Infrastruktur; eine passende passive Antenne muss dafür nicht allein wegen der Datenübertragung eine neue Bauform haben.
Eine passive Mehrbandantenne kann mehrere Funktechniken unterstützen, wenn Frequenzen und Ports passen. Sie ersetzt jedoch kein kompatibles Modem.
An einem Standort bedienen Zugangsantennen die Endgeräte, während Richtfunk den Verkehr zum Netz transportieren kann. Beide Funktionen können nebeneinander vorhanden sein. Eine passive Antenne hat nicht allein aufgrund ihrer Größe eine Datenrate von 100 Mbit/s oder 10 Gbit/s.
Frequenzen in beiden Richtungen lesen
Bekannte GSM-Familien sind 850, 900, DCS 1800 und PCS 1900. Für E-GSM 900 liegen die Bandgrenzen bei 880–915 MHz für Mobilteil-Senden/Basis-Empfangen und 925–960 MHz für die Gegenrichtung.
Bei DCS 1800 sind es 1710–1785 MHz und 1805–1880 MHz. Der GSM-Kanalabstand beträgt 200 kHz. Das ist weder die gesamte Antennenbandbreite noch ein 10-MHz-LTE-Kanal.
Diese standardisierten Bandgrenzen beweisen nicht, dass ein Betreiber alle Bänder an einem bestimmten Ort anbietet. Prüfen Sie realen Dienst, Modem und örtliche Nutzung.
Richtfunk kann beispielsweise Bänder um 6, 18, 23 oder 38 GHz verwenden. Kanalplan, Duplex und Bandbreite sind system- und ortsabhängig. Mikrowelle bezeichnet kein einzelnes festes Richtfunkband.
2. Abdeckung und Richtdiagramm
GSM-Endgeräte können interne oder externe Antennen haben. Eine Basisstation kann gerichtete Sektoren verwenden und ist nicht zwingend omnidirektional. Eine azimutale Breite von 65° ist keine gleichmäßige 360°-Abdeckung.
Zwischen festen Standorten ist ein enger Strahl häufig sinnvoll. Reflektoren, Panels und andere Bauformen sind möglich. Außendurchmesser oder Länge allein bestimmen die Funktion nicht.
Bei gleicher physischer Apertur und ähnlicher Effizienz kann die kürzere Wellenlänge höhere Richtwirkung erlauben. Prüfen Sie danach beide Hauptebenen, Nebenkeulen und Polarisation über das Band.
3. Montage und Ausrichtung
Eine Zugangsantenne benötigt passende Orientierung, Neigung und Freiraum. GSM bedeutet daher nicht automatisch planungsfreie Plug-and-play-Installation. Bei externer Modemantenne gehören Kabelverluste zum Budget.
Richtfunk erfordert Pfadgeometrie, Fresnelfreiheit und Ausrichtung beider Enden. Die Winkeltoleranz hängt vom Diagramm ab. Ein Grad Abweichung verursacht nicht für jedes Produkt dieselben 3 dB oder 30% Verlust.
Der Träger wird anhand von Windangriffsfläche, Masse, Höhe und Bauwerk bewertet. 50 mm Mastdurchmesser oder 150 km/h Windangabe passen nicht automatisch zu jeder Parabolantenne.
Empfang und Dienstleistung messen
| Mobilfunkzugang | Richtfunk |
|---|---|
| Band, Zelle und verfügbarer Dienst. | Kanal und passende Gegenstation. |
| Pegel, Qualität und Fehler. | Empfangspegel, Fehler und Reserve. |
| Abdeckung im Nutzgebiet. | Stabilität des ausgerichteten Pfads. |
| Test mit passendem Endgerät. | Ende-zu-Ende-Datenrate und Verfügbarkeit. |
Gutes VSWR belegt einen Teil der Anpassung, nicht Abdeckung und Durchsatz. Regen, Interferenz und Netzauslastung müssen getrennt betrachtet werden. Ein Verstärker stellt einen abgeschalteten Mobilfunkdienst nicht wieder her.
Normative Frequenzangaben
Die genannten GSM-Bänder und der Kanalabstand stehen in Abschnitt 2 von ETSI TS 145 005 V19.0.0, Oktober 2025, gedruckte Seiten 15–16. Das Dokument beschreibt RF-Eigenschaften und keine aktuelle Netzabdeckungskarte.