Ein Antennenvorverstärker sitzt gewöhnlich vor einem Kabelabschnitt mit erheblicher Dämpfung, nahe der Antenne und mit passendem Wetterschutz. Ein Verteilverstärker gleicht dagegen nachfolgende Verteilverluste aus. Fensterplatz oder ein Abstand von ein bis zwei Metern sind keine universellen Regeln.
Zuerst das Gerät identifizieren
| Gerät | Funktion und Position |
|---|---|
| Mastvorverstärker | Einfluss von Kabel und späteren Rauschbeiträgen verringern; nahe der Antenne. |
| Verteilverstärker | Ausreichenden Pegel vor den zu kompensierenden Verteilverlusten liefern. |
| Netzteil oder Einspeiseweiche | DC über Koax zuführen; muss nicht beim RF-Verstärker sitzen. |
| Mobilfunkrepeater | Eigenständige Sende-/Empfangsarchitektur entsprechend Dienst und Installationsplanung. |
Ein TV-Verstärker verbessert nicht durch beliebiges Anschließen LTE, 5G oder WLAN. Band, Impedanz, Anschlüsse und Versorgung müssen zusammenpassen.
Warum Verluste vor der ersten Stufe wichtig sind
Kabelverlust vor der ersten aktiven Stufe beeinträchtigt die Empfindlichkeit. Mehr Pegel am Leitungsende stellt ein zuvor verschlechtertes SNR nicht vollständig wieder her.
Für zwei Stufen gilt mit linearen Größen Fgesamt = F1 + (F2−1)/G1. Ein idealisiertes Beispiel mit 3 dB passivem Verlust bei 290 K vor einem LNA mit 1 dB Rauschmaß ergibt ungefähr 4 dB Gesamtrauschmaß.
Das erklärt die Reihenfolge, garantiert aber keine feste Verbesserung jeder Zimmerantenne. Auch die Qualität des an der Antenne verfügbaren Signals ist entscheidend.
Die Position Schritt für Schritt bestimmen
- Qualität nahe der Antenne prüfen; bei schlechtem Ergebnis Richtung und Störungen untersuchen.
- Kabel-, Verteiler- und Anschlussverluste bei der Betriebsfrequenz berechnen.
- Entscheiden, ob ein rauscharmer Anfang oder mehr Verteilpegel benötigt wird.
- Gerät passend zu Innen-/Außenbereich, Temperatur und Kondenswasser wählen.
- DC- und Steuerdurchgang anhand des Anschlussplans prüfen.
Die Antenne braucht eine gute Empfangsposition, der Verstärker die richtige Stelle in der Kette. Höher ist nicht immer besser. Metallbeschichtetes Glas und Umgebung können einen Fensterplatz verschlechtern.
Fernspeisung und Verkabelung
Bei getrenntem Netzteil kontrollieren Sie Richtung, DC-Durchgang, Spannung und Strom. Ein anderer Verteiler kann das RF-Signal weiterleiten und dennoch die Versorgung blockieren.
Prüfen Sie nach Geräteanleitung auf Kurzschluss, Wasser, zu enge Biegung und Zug. Die Einspeiseweiche näher ans Fenster zu setzen ändert nicht automatisch den Kabelverlust vor dem eigentlichen Verstärker.
Wann mehr Verstärkung schadet
Der Verstärker hebt auch Störer innerhalb seines Bands an und fügt eigenes Rauschen hinzu. Kompression oder Überlastung des Empfängers kann bei hohem Pegel schlechte Qualität erzeugen.
Betrachten Sie Rauschmaß, Verstärkung, zulässigen Ausgangspegel und Linearität gemeinsam. Ein vorgeschalteter Filter kann Störer mindern, seine Einfügedämpfung aber die Empfindlichkeit verschlechtern.
Nach der Installation vergleichen
Nutzen Sie denselben Empfänger, Kanal und ähnliche Bedingungen. Vergleichen Sie Qualität, Fehler und Stabilität statt nur Balken. Prüfen Sie bei einer Verteilung die relevanten Anschlussdosen.
Bei Mobilfunk hängt Datenrate außerdem von Modus und Netzlast ab. Eine Kabelverlängerung verursacht keine universelle prozentuale Geschwindigkeitsabnahme pro Meter.
Falls keine Verbesserung entsteht, kontrollieren Sie Versorgung, Richtung, Verbindungen, Band und Überlastung. Die Marki-Microwave-Erklärung zur Empfindlichkeit erläutert Rauschen und Verluste. Anschlussplan und Qualitätsmessung bestimmen die sinnvolle Position.