Ein Feedhorn koppelt das Feld eines Hohlleiters an den freien Raum. In einer Reflektorantenne beleuchtet es beim Senden den Spiegel und empfängt dessen gesammeltes Feld. Feedhorn, LNB und Reflektor haben unterschiedliche Aufgaben: Das Horn allein muss weder verstärken noch Frequenzen umsetzen.
Zusammenspiel mit Spiegel und LNB
Beim Senden formt der Reflektor zusammen mit der Speisung das gewünschte Fernfeld. Beim Empfang gelangt das gesammelte Feld über den Feed in die Empfangskette. Die Lichtbündelung ist nur ein vereinfachtes Bild für Feld, Phase und Polarisation.
Das LNB übernimmt rauscharme Verstärkung und Abwärtsmischung. Ein LNBF kann Feed und LNB integrieren; andere Systeme bestehen aus getrenntem Horn, Polarisator, OMT und Empfänger. Band und Moden müssen zusammenpassen.
Beleuchtung und Spillover
Ein zu breites Feeddiagramm strahlt stärker über den Reflektorrand hinaus. Ein zu schmales nutzt dessen Öffnung nicht genügend. Randbeleuchtung, Spillover, Nebenkeulen und Empfangsrauschen stehen in einem Zusammenhang.
f/D bezeichnet Brennweite geteilt durch Reflektordurchmesser. Wählen Sie das Feeddiagramm für diese Geometrie. Das Horn mit dem höchsten Einzelgewinn ist nicht automatisch die beste Speisung für jeden Spiegel.
Polarisation und Phasenzentrum
Eine runde Öffnung erzeugt nicht automatisch zirkulare Polarisation. Die erforderlichen orthogonalen Feldanteile benötigen passende Amplituden und Phasen aus der Speisestruktur.
Das Phasenzentrum ist für die Position zum Reflektor relevant. Es kann sich mit Frequenz ändern und liegt nicht zwingend an der Vorderkante. Einfach die mechanische Hornöffnung in den Fokus zu setzen reicht nicht immer.
Anwendung 1: Satellitenkommunikation
Der Feed verbindet Empfangs- und Sendebänder, Polarisation und Spiegelbeleuchtung. Prüfen Sie Filter, OMT, LNB beziehungsweise Sender und Schnittstellen. Ku oder Ka allein bezeichnet weder die konkrete Flanschform noch das vollständig unterstützte Band.
Anwendung 2: Reflektorradar
Das Speisediagramm beeinflusst Hauptstrahl und Nebenkeulen. Spitzenleistung, Pulsbetrieb und Empfängerschutz gehören zum Gesamtsystem. Nicht jedes Radar verwendet ein Feedhorn; verteilte aktive Arrays sind ein anderes Beispiel.
Anwendung 3: Radioastronomie
Rauschen, Spillover, Polarisation und stabile Diagramme über die Bandbreite sind wichtig. Unerwünschter Empfang vom Boden kann die Rauschtemperatur erhöhen. Gerillte und andere Hornformen werden auf diese Anforderungen abgestimmt.
Von der Sperrtopfantenne unterscheiden
Eine Sperrtopf- oder Sleeve-Struktur kann mit Speisung und Mantelströmen einer anderen Antennenbauform verbunden sein. Der Begriff ist nicht einfach ein anderer Name für das Horn eines Satellitenreflektors.
Vergleichen Sie Strompfad, Strahler und Anschlüsse statt ähnlicher äußerer Formen. Eine Metallhülse allein macht noch kein Feedhorn mit passender Spiegelbeleuchtung.
Angaben für die Auswahl
- Frequenzen, Mode, Flansch oder Steckverbinder.
- Reflektorgeometrie und f/D.
- Diagramme, Phasenzentrum und Polarisation über Frequenz.
- Reflexion, Verluste, Dauer- und Spitzenleistung.
- Position, Material, Umgebung und Radomeinfluss.
Ein Marktanteil von80% oder Verlust unter0,5 dB ist keine Eigenschaft aller Feedhörner. Portdaten werden mit geeigneter RF-Messung erfasst, Strahlung und Polarisation separat. Bestätigen Sie das Ergebnis mit dem endgültigen Reflektor.
Grundlagen bietet die Hornantennen-Erklärung. Bei Dolph Microwave SATCOM-Antennen klären Sie den Lieferumfang der Speisung und die Systemanforderungen.