Für Satelliteninternet im heimischen WLAN benötigen Sie ein zum Dienst passendes Terminal, dessen Modem beziehungsweise Netzwerkelektronik und einen WLAN-Router. Die Antenne stellt die Weltraumverbindung her, der Router versorgt das Haus. Ein Router an einem gewöhnlichen TV-LNB erzeugt keinen Internetzugang.
Satellitenstrecke und lokales Netz trennen
Die Satellitenverbindung benutzt Frequenzen, Polarisationen und Protokolle des Dienstes. WLAN ist eine separate lokale Funkverbindung. Störungen können in beiden Abschnitten auftreten.
Prüfen Sie Verfügbarkeit an der Adresse, Tarif, zugelassenes Terminal und Aktivierung. Ein sichtbarer Satellit oder eine bekannte TV-Frequenz genügt nicht für einen bidirektionalen Datendienst.
Lösung 1: festes geostationäres Terminal
Eine GEO-Anlage kann einen Reflektor mit passender Sende- und Empfangselektronik auf eine feste Orbitalposition ausrichten. Der Betreiber stellt Einstellungen und Inbetriebnahmeverfahren bereit.
Azimut, Elevation und Polarisation hängen vom Standort ab. 60 oder 90 cm Durchmesser garantieren keine 25–50 Mbit/s. 28,2°O ist kein universelles Internetziel; eine Orbitalposition ist außerdem nicht einfach der lokale Azimut.
Lösung 2: integriertes Terminal mit elektronischer Nachführung
Einige LEO-Netze nutzen Phased-Array-Terminals zur Satellitennachführung. Installieren Sie sie mit dem vom jeweiligen Handbuch und der Anwendung verlangten freien Himmelsfeld.
Das ist nicht zwingend dieselbe Ausrichtung wie bei einer manuell eingestellten GEO-Parabolantenne. Halterung, Stromversorgung, Kabel, Router und Ethernet unterscheiden sich nach Modell. Die Starlink-Spezifikationen zeigen, warum die genaue Version zählt.
Lösung 3: motorisiertes oder stabilisiertes Terminal
Mechanische Nachführung kann bei mobilen, maritimen oder speziellen Anwendungen sinnvoll sein. Steuerung und Montage müssen zum Netz passen. Für ein festes Wohnhaus ist das nicht automatisch die beste Lösung.
Betrieb während der Bewegung muss von Hardware und Dienst unterstützt werden. Ein vorhandener Motor belegt diese Fähigkeit allein nicht.
Lösung 4: tragbares Satellitenfunk-Terminal
Ein tragbares Gerät kann zeitweilige oder mobile Anforderungen bedienen. Datenrate, Laufzeit, Latenz und Kosten hängen vom Dienst ab. 10–20 Mbit/s gilt nicht für jedes tragbare Gerät und nicht für die gesamte BGAN-Familie.
Nachrichten, Sprache, Telemetrie und Video stellen unterschiedliche Anforderungen. Prüfen Sie, ob WLAN integriert ist oder zusätzliches Netzwerkgerät braucht.
Inbetriebnahme und WLAN einrichten
- Dienstaktivierung und genaue Terminalversion prüfen.
- Sichtfeld und tragfähigen Montageort bestimmen.
- Vorgeschriebene Versorgung, Kabel und Abdichtung verwenden.
- Die Inbetriebnahme des Betreibers durchführen.
- WLAN-Namen und geeignetes Kennwort einstellen.
- Für einen vorgesehenen Bridge- oder Bypass-Modus den Anschlussplan des Routers beachten.
Ein beliebiges RG-6- oder LMR-400-Kabel ist nicht für alle Systeme geeignet. Die beste Routerposition für Innenabdeckung muss nicht am Montageort der Außenantenne liegen.
Bei externen WLAN- oder MIMO-Antennen gelten Diagramme, Ports und Ausrichtung des lokalen Geräts. Eine selbstgebaute Rundstrahlantenne ersetzt keine Satelliten-Nachführung.
Fehler eingrenzen
Vergleichen Sie nach Möglichkeit Ethernet und WLAN mit dokumentierter Uhrzeit, Endgerät und Testserver. Funktioniert das Kabel gut, das entfernte WLAN aber schlecht, prüfen Sie das lokale Netz. Meldet das Terminal Abschattungen, untersuchen Sie den Außenstandort.
60 dBμV oder eine Elevation über 25° sind keine allgemeinen Abnahmeschwellen für alle Dienste. Nutzen Sie die Betreiberanzeigen und Kriterien. SATCOM-Antennen von Dolph Microwave für andere Projekte benötigen eine Kompatibilitätsprüfung und ersetzen nicht automatisch ein proprietäres Terminal.